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Alltag
Laut + verwirrt = rollig
28. März 2014
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Ein ganz normaler Tag. Katie nervte uns damit, dass sie ständig mit den Pendellampen spielte und Lilli saß nur da und schaute lieb. Wie aus dem Nichts ertönte plötzlich jedoch ein Schrei, der meinen Freund und mich dazu veranlasste, ad hoc im Hausflur nachzusehen, ob gerade ein Kind die Treppe herunter gefallen ist. Wir haben eine Tagesmutti mit im Haus. Lautes und zeitweise wirklich nervendes Kindergeschrei im Treppenhaus dürfen wir also durchaus als normal ansehen.

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Es war aber nichts zu sehen und auch nichts zu hören. Tür also wieder zu. Ratlose Blicke. Erneut ein Schrei. Direkt hinter uns. Lilli. Wo wir wieder bei meiner Übersorge sind. Tierklinik oder ruhig bleiben? Ich habe das, was sich anschließend vor uns abspielte natürlich gefilmt. Ja, die Zeit hatte ich dann doch…

Eigentlich kannten wir die Formen der Rolligkeit bereits von Katie, die uns bereits im zarten Alter von vier Monaten belehrte, dass es sich nicht um eine Lähmungskrankheit handelt, wenn Katze ihren Hintern nach oben schiebt, fortan genau in dieser  Stellung durch die Wohnung läuft und ihre Liebe zu allen Gegenständen, insbesondere Töpfen und Möbeln immer wieder aufs neue entdeckt. Lilli jedoch leidet mehr. Wesentlich. Sie schreit und maunzt ununterbrochen. Zudem nimmt sie „Rollig“ wirklich ernst, indem sie sich tatsächlich die ganze Zeit auf dem Boden rollt.

Wenn Katie rollig ist, versucht Lilli alles um ihr zu helfen. Sie ist immer an Katies Seite, liegt neben ihr, putzt sie und versucht ihr mit Nackenbissen Linderung zu verschaffen. Katie hingegen ist ein echtes Kameradenschwein. Entschuldigung, aber das ist ein Fakt. Wenn Lilli leidet, haut Katie ihr noch eins drauf und zeigt ihr, wie genervt sie von dem Gejaule ist. Nur ein einziges Mal schien es zumindest so, als ob Katie Lilli versteht und ihr helfen möchte. Andererseits kann es aber auch genauso gut sein, dass Katie die Starre von Lilli einfach nur ausgenutzt hat, um sich mal richtig abzureagieren. Wie es wirklich war, wissen wohl nur die beiden.

Es folge das einzig logische: Die Kastration. Wie wir die Tabletten in die Mädels bekommen haben, lest ihr im Artikel Kastration: Die Tablette muss in die Katze. 
Wie es den beiden nach der Kastration ging, erfahrt ihr unter Taps, Taps, Wumm.

Über die Autorin

Großstadtkatze

Das bin ich: Petra Kichmann, zugezogene Dresdnerin mit fehlendem sächsischen Dialekt, katzenverrückt, jedoch ohne Hang zum Katzenkitsch. Die Mädels sind der Grund für den Blog, das Plüsch überall, die Sisalflächen und dafür, dass ich ein echter Fan von Fusselrollen bin.

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2 Kommentare

  • Maria sagt:

    Warum erspart ihr der kleinen das alles nicht? Wenn ihr doch bereits wisst, dass die rolligkeit so früh einsetzen kann? Das es ein Ammenmärchen ist, bis danach auf die Kastra zu warten, ist ja bereits erwiesen.
    Alles Gute für Lilli und einen baldigen Termin beim TA! Für katzen ist es eine echte Quälerei und irgendwie kommt es mir in dem Bericht so vor als würdest du eine rolligkeit als etwas gutes und sogar als witzig ansehen? Korrigiere mich, wenn ich falsch liege!

    • Großstadtkatze sagt:

      Liebe Maria,

      ich korrigiere dich sehr gerne: Zum einen hast du nicht so ganz verstanden, was Ironie, Sarkasmus und Satire sind. Google doch bitte mal danach. Denn genau das ist es, was meinen Schreibstil ausmacht. Zum anderen handelt es sich nicht um einen Bericht, sondern um eine Geschichte. Auch diesen Unterschied erklärt dir Wikipedia ganz bestimmt und ausführlich.

      Da du die Fortsetzung der Geschichte nicht kennst ein kleiner Ausblick: Katie und Lilli bekommen seit einiger Zeit Medikamente, um die Rolligkeit zu unterdrücken. Im Mai ist TA Termin. Überrascht? Stell dir vor, es gibt Menschen – neben dir – die sich um ihre Tiere kümmern und ihnen helfen.

      Ich wünsche dir einen schönen Abend und bitte dich zukünftig darauf zu achten, dass du (wenigstens) die Anrede nicht vergisst. Das hat etwas mit Höflichkeit zu tun. Steht ebenfalls bei Wikipedia.

      Viele Grüße

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