2 Minute(n) Lesezeit
Alltag
01:09 Uhr Morgens
5. Mai 2014
3

Lilli ist an sich gesehen, eine wirklich perfekte Katze. Sie macht keinen Blödsinn. Beschäftigt sich selbstständig, jagt sämtliche Bälle quer durch die Wohnung und findet als Einzige den Flummi immer wieder.

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Doch Lilli hat auch Schattenseiten. Eigentlich ist es nur eine: Sie kann geschlossene Türen einfach nicht ab. Insbesondere dann nicht, wenn wir uns auf der einen und sie sich auf  anderen Seite befindet. Dann beginnt ein Maunzkonzert, das mich jedes Mal denken lässt, dass entweder sie selbst oder Katie sich lebensbedrohlich verletzt haben.

Was natürlich total logisch ist. Sie befinden sich den ganzen Tag in den gleichen Räumen und es passiert nichts. Wenn wir aber ins Bett gehen, dann liegt urplötzlich ein total spitzer Gegenstand, der fünf Minuten vorher noch nicht da war, plötzlich rum oder Katie ist vom Schrank gefallen, weil sie bisher nur in etwa 1.000 Mal unverletzt herunter gesprungen ist…

Passieren kann natürlich immer etwas, keine Frage. Lilli macht aber ein derartiges Theater, das ich jeden Abend überlege, ob nicht doch irgendwie etwas schlimmes passiert sein kann. Neuerdings kommt auch noch an der Tür anhaltendes Kratzen hinzu. So richtig wissen wir nicht mehr, was wir noch tun sollen. Ignorieren macht es nur schlimmer. Rausgehen und gucken macht es auch nur schlimmer.

Beim letzten Mal war es 01:09 Uhr. Während ich Lilli gestreichelt habe, hat Katie die offene Schlafzimmertür genutzt und freute sich, flink wie sie ist, schnell in selbiges zu laufen. Das ist für die beiden nämlich ein verbotener und somit hoch interessanter Ort.  Auf Katie folgte Lilli. Sie versteckten sich unterm Bett. Getreu dem Motto „Wenn ich dich nicht sehe, siehst du mich auch nicht“. Raus locken konnten wir sie eine Stunde und eine halbe Packung Leckerlies später.

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Weshalb Lilli überhaupt so lautstark auf sich aufmerksam macht? In 99 Prozent der Fälle will sie einfach nur gestreichelt werden. Das restliche eine Prozent ist das Futter alle. Wir warten jetzt (weiter) ab und hoffen, dass sie irgendwann damit aufhört.

Über die Autorin

Großstadtkatze

Das bin ich: Petra Kichmann, zugezogene Dresdnerin mit fehlendem sächsischen Dialekt, katzenverrückt, jedoch ohne Hang zum Katzenkitsch. Die Mädels sind der Grund für den Blog, das Plüsch überall, die Sisalflächen und dafür, dass ich ein echter Fan von Fusselrollen bin.

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3 Kommentare

  • Tina sagt:

    Mach dir keine Illusionen. Irgendeinen Makel haben alle Katzen. Penny ist eine Diva und lässt sich äußerst selten anfassen. Wenn, dann nur von mir. Wenn wir alleine sind. Sonst nicht gern.

    Polly legt sich mit höchster Zufriedenheit, einem herzlichen Schnurren und harten Kopfnüssen voran gern auf mich drauf. Sie wiegt ca 4,5 bis 10000kg ???? Gefühlt. Viel Liebe in meinem Hunde-Kätzchen.

    Und Perseus? Sobald mein Freund und ich endlich auf der Couch liegen, egal ob vorher bespaßt oder gefüttert, er kratzt am Fernseher und miaut. Das arme Kätzchen. Es hat ein schlechtes Leben hier. Auch er hasst geschlossene Türen. Deswegen steht die Schlafzimmertür immer offen. Katze hat gewonnen. Jedoch, dieser Kriebel!, kratzt er jetzt, wenn er früh eine Sekunde vorm Verhungern ist, an der Schranktür. Mit Ausdauer und Geschwindigkeit. Mittlerweile klappt das Ignorieren hier aber gut und er hört nach spätestens einer Minute auf.

    Du siehst: „You are not alone!“

  • Alana sagt:

    Das Problem hatten mein Freund und ich auch. Unsere beiden Stubentiger dürfen zwar tagsüber ins Schlafzimmer (Am Anfang haben wir auch versucht, dass Schlafzimmer komplett zu zulassen, aber die beiden sind so schnell, dass sich ständig einer unterm Bett versteckt hat, zumal die beiden vom Tierschutz kommen und am Anfang noch nicht so zutraulich waren) Daher dürfen die beiden nur nachts nicht ins Schlafzimmer. Das hat am Anfang super geklappt. Unser Sammy fing dann aber an, immer früher an der Schlafzimmertür zu kratzen. Am Anfang um 6 Uhr, 05:30 Uhr, irgendwann waren wir dann bei 3 Uhr! Total unakzeptabel, wenn Frauchen und Herrchen am nächsten Morgen früh raus müssen. Am Anfang haben wir die beiden dann immer gefüttert und dann war auch erst mal Ruhe, aber das führte nur dazu, dass das kratzen immer früher wurde.

    Wir haben uns mittlerweile einen Futterautomat angeschafft. Da bekommen die beiden um 5:20 Uhr eine Miniportion Trockenfutter und das kratzen wurde von uns konsequent ignoriert (Ohropax) Nassfutter gibt es unter der Woche auch nicht mehr früher als um 6 Uhr. Das hat geholfen. Es kommt zwar immer nochmal vor, dass sich Sammy mit der Uhrzeit vertut und viel zu früh Stress macht, aber er gibt dann mittlerweile viel schneller auf und lässt uns weiterschlafen.

    Jedes mal, wenn du nachschaust, bestätigst du Lilli in ihrem Verhalten. Sie lernt ja „Oh, wenn ich miaue und kratze, dann kommt Frauchen raus..“

    Ich wünsche euch trotzdem viel Erfolg und irgendwann wieder eine entspannte Nacht

    • Danke für deinen Hinweis. Das haben wir dann auch relativ schnell verstanden, dass ich nicht immer raus zu ihr sollte. Allerdings lassen wir jetzt nachts das Wohnzimmer mit auf, seitdem ist Ruhe. Außer früh sechs Uhr, da ist dann der große Hunger.

      Jedoch ist es nach 30 Minuten auch wieder gut, wenn wir nicht reagieren. Bei uns gibt es übrigens kein Trockenfutter und das Nassfutter würde ich niemals weglassen, nur um unseren Katzen „etwas beizubringen“.

      Da stehe ich lieber sechs Uhr am Wochenende oder wenn frei ist auf, füttere die beiden und lege mich wieder schlafen.

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