Verbot von Antibiotika für Haustiere

Was wie ein schlechter Witz oder einfach völlig ausgeschlossen klingt, könnte zukünftig bittere Realität werden. Der Grund: Die neue und bald in Kraft tretende EU-Tierarzneimittelverordnung 2019/6. Allein der Gedanke, dass unsere Vierpfötler Antibiotika benötigen, es jedoch nicht erhalten DÜRFEN, ist schlichtweg eine Gefahr für das Leben unserer Lieblinge. Was ihr tun könnt um genau diese EU-Tierarzneimittelverordnung zu verhindern? Unterschreiben!

EU-Tierarzneimittelverordnung 2019/6

Im Januar 2022 soll die neue Tierarzneimittelverordung bereits in Kraft treten und uns Tierbesitzern bleibt zur Gegenstimme nur bis zum 8. September Zeit. Im Wesentlichen wird geregelt, welche Antibiotika ausschließlich für den Menschen vorbehalten und somit in der Tiermedizin streng verboten sind. Dazu ein Zitat von Tierarzt Ralph Rückert, solltet ihr ihn noch nicht kennen, folgt unbedingt seinem Facebook-Account:

„Um es mal möglichst einfach auszudrücken: Bei Hunden, Katzen und Pferden könnten wir Tiermediziner:innen zahlreiche komplizierte, gefährliche und schwerstes Leiden auslösende bakterielle Infektionen einfach nicht mehr erfolgreich bekämpfen.“

Das gilt übrigens ebenso für Meerschweinchen, Kaninchen, Reptilien und vielen weiteren Tierarten. Es steht außer Frage, dass die EU-Tierarzneimittelverordnung 2019/6 gestoppt werden muss und genau an dieser Stelle kommt jeder (Haus)Tierbesitzer ins Spiel: Unterzeichnet die Unterschriftenkampagne des Bundesverbandes Praktizierender Tierärzte (bpt)! Diese erreicht ihr unter EU will weitreichendes Antibiotikaverbot für Tiere – Gefahr für unsere Tiere. Bitte gebt eure Stimme euren und unser aller Haustieren, damit sie alle weiterhin gesund bleiben!

Hintergründe

Es wurde ein Entwurf erarbeitet, der wissenschaftlich fundiert und mit Fachorganisationen wie der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA, dem European Center of Disease Control ECDC, der Weltgesundheitsorganisation WHO und der Weltorganisation für Tiergesundheit OIE, abgestimmt wurde.

Nun zitiere ich Ralph Rückert erneut, denn anders ist es auch nicht zu sagen:

„Einigen übereifrigen und kurzsichtigen (sorry, anders kann man es echt nicht ausdrücken!) Abgeordneten unter der Führung des Grünen-Politikers Martin Häusling und unter dem Einfluss humanmedizinischer Organisationen aber ging dieser Entwurf nicht weit genug, so dass sie sozusagen in letzter Minute die Mitte Juli erfolgte Ausschuss-Abstimmung mit einem geradezu irrwitzigen und wissenschaftlich absolut nicht begründbaren Entschließungsantrag torpediert haben, der – wenn er im September auch noch vom EU-Parlament abgenickt wird – ohne jede Übertreibung eine tödliche Gefahr für unsere Haustiere darstellt.“

In diesem Sinne bleibt uns nur noch eines: Unterschreiben und teilen, damit unsere Tierärzte und -Kliniken unsere Vierpfötler auch weiterhin medizinisch versorgen können.

Großstadtkatze

Das bin ich: Petra Kichmann, zugezogene Dresdnerin mit fehlendem sächsischen Dialekt, katzenverrückt, jedoch ohne Hang zum Katzenkitsch. Die Mädels sind der Grund für den Blog, das Plüsch überall, die Sisalflächen und dafür, dass ich ein echter Fan von Fusselrollen bin.

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare

  1. Bernd

    Macht Euch bitte erst schlau, bevor Panik verbreitet wird. Manche Tierärzte machen mit dem Verkauf von Antibiotika mehr als die Hälfte ihres Umsatzes. Hier geht es also mitnichten nur um das Tierwohl sondern um knallharte wirtschaftliche Interessen. Mit der Panikmache wird versucht, Euch zu instrumentalisieren, um deren eigene Interessen zu schützen. Das Ziel des Gesetzes ist richtig und notwendig, denn der unkontrollierte Verbrauch von Antibiotika in der Massentierhaltung ist eine ernsthafte Gefahr für die Gesundheit von uns Menschen. Nichtsdestotrotz muss bei dem Gesetz nachgearbeitet werden, um dieses Ziel von der Behandlung von einzelnen Kleintieren zu trennen. Darauf sollte eine Unterschriftenaktion gerichtet sein und nicht auf den EMA-Vorschlag, denn der geht tatsächlich nicht weit genug, sondern wurde von Lobbyisten weichgespült.

  2. Kerstin

    Habe auch unterschrieben und es wo es möglich war geteilt, FB, WhatsApp… vielen Dank für den tollen Beitrag hier zu dem Thema. Hoffen wir das Beste. Alles Gute.

  3. Carmen Welker

    Kaum zu glauben! Meine heilige Birma wird dieses Jahr 13 Jahre alt. Ich habe vor Jahren eine extra Katzenkrankenversicherung abgeschlossen. Die bringt mir (und vor allem meiner Katze) nicht viel, wenn sie dann nicht einmal Antibiotika bekommen kann…
    Hab die Petition auch unterschrieben!

  4. Kerstin Dyck

    Erledigt!

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