Trinkbrunnenweitwurf

Manchmal habe ich das Gefühl, mit einem der WG-Mitglieder im Wettstreit zu sein. Der Wettbewerb besteht dabei aus zwei Kategorien: Schnellste Problemerschaffung und -Lösung. Ihr dürft raten, welcher Bereich zum Vierpfötler-Team, und welcher zum Zweibeiner-Team gehört. Wobei sich die Relation der Teams mit 7:1 schlichtweg als unfair gestaltet. Doch das hält irgendwie niemanden davon ab immer wieder neue Herausforderungen zu schaffen.

Unerwartet

Natürlich darf bei jeder Challenge die Spannung nicht fehlen. Auch der Überraschungsmoment und die sichtbaren Fragezeichen über dem menschlichen Kopf machen das Ganze noch interessanter oder sagen wir, noch unvorhersehbarer. 

Die neueste Aufgabe gestaltete Leni. Nachts. Ganz leise und aufgrund des Schwierigkeitsgrades der Lösung, sehr wahrscheinlich unter Applaus der anderen Vierpfötler. Kurzerhand und ohne das geringste Anzeichen im Vorfeld, nahm sie unseren Trinkbrunnen nicht nur auseinander, sondern schob ihn so lange durch die Gegend, bis er geschwächt umfiel und seinen gesamten Inhalt von zwei Litern Wasser im Raum verteilte.

Um auch sicherzugehen, dass die Verursacherin genau identifiziert werden kann, wiederholte sie diese Übung mehrfach, später auch am Tag. Doch ohne Wasser geht es nunmal nicht, ganz davon abgesehen, dass ich auch das permanente Wischen leid war.

Nicht einfach, aber gut

Nach langem Überlegen wurde der Brunnen mit einer massiven Stahlkette am Schreibtisch befestigt. Allerdings hielt dies nicht sonderlich lange, da Leni, die auf dem Beweisfoto übrigens nicht zu sehen sein wollte, diese Kette kurzerpfote nach oben schieb und den Brunnen erneut durch den Wohnraum beförderte.

Doch Aufgeben findet auf der Seite der Zweibeinerin nicht statt. Somit komplettiert die Stahlkette nun ein Gurt der ebenfalls um die Seite des Schreibtisches gespannt wurde. Bisher bleibt diese Konstruktion sehr standhaft, womit der Punkt im Wettbewerb um Herausforderungen eindeutig an das kleinere Team geht.

Doch bitte drückt weiter die Daumen! Zwar schaue ich schon nach einem neuen bzw. zweiten Brunnen, doch dieser muss wirklich Leni-resistent sein. Ich möchte auf keinen Fall verlieren beim Trinkbrunnenweitwurf.


Entdecke mehr von Großstadtkatze

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Großstadtkatze

Das bin ich: Petra Kichmann, zugezogene Dresdnerin mit fehlendem sächsischen Dialekt, katzenverrückt, jedoch ohne Hang zum Katzenkitsch. Die WG-Mitglieder sind der Grund für den Blog, das Plüsch überall, die Sisalflächen und dafür, dass ich ein echter Fan von Fusselrollen bin.

Schreibe einen Kommentar