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Alltag
Da fehlt was
16. April 2015
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Wer sich dazu entschlossen hat, Katzen bei sich wohnen und von ihnen manipulieren zu lassen, der kann zu Recht Dinge wie wohliges Schnurren, Kuscheleinheiten, Liebe, ständigen Hunger und massiven Haarverlust sowie Verteilung dieser Haarbüschel auf sämtlichen Stoffen und in allen Räumen erwarten. Jedoch nicht nur das:

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Neben Fütterung, Fellpflege und stundenlangem Raten, was genau die Katze will, wenn sie dich anstarrt, zeitgleich in einem Ton anschreit, der manchen Tenor neidisch machen würde und Gläser zur freiwilligen Selbstzerstörung zwingt, ist allerdings noch etwas ganz anderes wichtig: Befriedigung des Jagd- und Spieltriebes der Vierpfötler.

Klingt erstmal einfach. Wenn du aber nicht gerade eine Fliegenfarm betreibst oder Grashüpfer züchtest, kann dieses Thema manchmal wirklich anstrengend und nervig sein. Für beide Seiten. Glücklicherweise hält die Katzenspielzeugindustrie so einiges bereit, um den Alltag unserer Fellis spannend und aufregend zu gestalten. Zugegeben, darunter befindet sich auch sehr viel Mist, der nicht länger als drei Minuten durchhält und die Frustration eher noch verstärkt als beendet.

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Bei vielen Katzenbesitzern befinden sich Laserpointer im Einsatz. Die gehören für mich eindeutig in die Kategorie „Dinge, die die Katze nicht braucht“. Weshalb? Stellt euch mal vor, ihr habt wahnsinnigen Hunger und vor euch steht ein BigMac (oder Nuggets, Pommes, Eis, was auch immer) auf dem Tisch. Doch ihr bekommt ihn nicht zu fassen. Er ist nur ein Hologramm. Keine Chance. Das wäre doch wirklich frustrierend und mehr als ärgerlich, oder? Ihr habt einfach kein Erfolgserlebnis.

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Genau so geht es euren Katzen, wenn sie einen Punkt oder auch einen Fisch fangen wollen, der schlichtweg nicht da ist, sondern nur durch den Laserpointer auf den Boden projiziert wird. Ihnen hinterher Leckerlis als „Erfolgserlebnis“ hinzuwerfen ist irgendwie auch nicht richtig. Wenn ihr anstatt des BigMacs ein Blatt Salat erhalten würdet, wäre das auch nicht so richtig der Bringer, oder?

Wir setzen daher lieber auf echtes, greifbares Spielzeug wie Federn, Bänder, Schnüre, Bälle und dem, was die Mädels eigentlich nicht jagen sollen: Schnürsenkel (wenn sie noch am Schuh sind), zusammengeknülltes Pralinenpapier, Katzenstreu-Bröckchen (weil sie denken es wären Leckerlis), Blätter auf dem Balkon, Haargummis, Wattestäbchen…

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Über die Autorin

Großstadtkatze

Das bin ich: Petra Kichmann, zugezogene Dresdnerin mit fehlendem sächsischen Dialekt, katzenverrückt, jedoch ohne Hang zum Katzenkitsch. Die Mädels sind der Grund für den Blog, das Plüsch überall, die Sisalflächen und dafür, dass ich ein echter Fan von Fusselrollen bin.

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3 Kommentare

  • tommimh sagt:

    Laserpointer sind auch unser Favorit. Wenn der rote Punkt zum Leben erwacht, dann gibt es bei unseren Vieren kein halten mehr.

    LG Thomas

  • TanjasBunteWelt sagt:

    Hihi ich lese Haargummis und sofort muss ich an meinen Kleinen denken bei uns verschwinden die im regelmäßigen Abstand ständig.
    Er hat aber auch einen extremen Jagdinstinkt und würde, wenn er könnte, sogar den Vögeln vom Balkon entgegen springen!
    Hingegen mein Großer das typische Verhalten – wenn Frauli es nicht sieht wie kindisch ich bin *gg* kann ich ja herumtoleln und der Maus nachfetzen, sobald ich es mitbekomme oder er sieht wie ich ihn beobachte, zack – sofort aufgehört und guckt mich an „was ist, ich hab nichts getan, hast du etwas was gesehen?“ Diese Racker. Es ist aber wirklich wichtig, gerade bei Wohnungskatzen wie meinen, das man ihnen einen spielerischen Ausgleich gibt und sie nicht total langweilig in der Wohnung verstumpfen.
    Schönen Freitag und liebe Grüße

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