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Rundherum
Rezept(ur)geheimnis!?
25. Januar 2016
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Ab und an bekomme ich E-Mails von Firmen oder deren Agenturen, die mich fragen, ob ich ihre Produkte auf Großstadtkatze vorstellen würde. Im seltensten Fall gegen Geld, meist können die Mädels jedoch das jeweilige Produkt behalten. Fast immer wird aus einer Anfrage tatsächlich eine Zusammenarbeit, nur bei einer Anfrage lief es irgendwie anders.

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Wie ihr wisst, bin ich ein absoluter Fan von verständlicher Deklaration der Inhaltsstoffe bei Futter und auch Leckerlis. Also frage ich auch gerne ein mal nach, was sich hinter Begriffen wie „pflanzliche Nebenerzeugnisse“ oder beispielsweise „tierische Nebenerzeugnisse“ denn so verbirgt. Ganz besonders, wenn ich Kooperationsanfragen erhalte.

Dem guten Mann von der Firma die ich nicht nennen darf, da diese eine „Angstklausel“ in den E-Mails hatte, gefiel das jedoch anscheinend so gar nicht und bereits bei seiner zweiten E-Mail war es für ihn nicht mehr ganz so wichtig, wie mein Nachname geschrieben wird.

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Richtig „schön“ finde ich, dass die Zusammensetzung dem „Rezept(ur)geheimnis“ unterliegt. Ah ja.

Wenn ich also einen Zupfkuchen backe und euch sage, wie viel Prozent wovon darin enthalten ist, könnt ihr ihn so nachbacken, dass optisch und geschmacklich exakt der gleiche Kuchen herauskommt!? Und das obwohl ihr nicht wisst, was womit verrührt werden muss, weil ihr das Rezept nicht kennt, sondern nur die verwendeten Zutaten!? Interessant. Backen ist einfacher als ich dachte.

Ich weiß, dass einige Männer mit Rezepten nicht viel zu tun haben. Daher habe ich extra Wikipedia bemüht und die Definition herausgesucht:

„Ein Kochrezept ist eine planmäßige Anweisung zur Zubereitung eines bestimmten Gerichts. (…) Es handelt sich bei ihnen meist um detaillierte Arbeitsanweisungen.“

Ergo: Ohne Anleitung, kein Rezept. Bei einer „Rezeptur“ handelt es sich übrigens um die Herstellung eines Arzneimittels. Diesen Begriff empfinde ich persönlich für derartige Produkte jedoch nicht sonderlich treffend.

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Leider stimmt es, dass ich nur wenige Firmen finden werde, die eine 100 prozentige Deklaration zur Verfügung stellen, doch es gibt sie, ein paar Beispiele: CatzFinefood Purrrr, COSMA Snackies, Animonda Cat-Snack mit Minze und Perrito Chicken & Seafood Jerky – die Hersteller dieser Produkte gehen doch tatsächlich das Risiko des „Rezeptklaus“ ein.  ;)

Die Art der doch sehr bekannten Firma, mit merkwürdigen Ausreden zu argumentieren schiesst den Vogel ab. Natürlich habe ich der Kooperation nicht zugestimmt.

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An alle Hersteller im Tierfutter und -Snack Segment die es betrifft: Der Verbraucher möchte schon gerne wissen, ob er seinen Vierpfötlern nun gutes Fleisch oder Glasscherben kombiniert mit Holzabfällen füttert. Dass ihr dies nicht zugeben würdet ist klar. Doch für dieses „Problem“ gibt es eine ganz einfache Lösung: Verzichtet auf einen Teil des Gewinnes und verarbeitet Produkte, die ihr auch euren Katzen, Hunden, Nagern und allen anderen Haustieren ohne schlechtes Gewissen füttern würdet. Einfach aus Liebe zum Tier.

PS: Entschuldigt bitte meine Rechtschreibschwäche in den E-Mails.

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Über die Autorin

Großstadtkatze

Das bin ich: Petra Kichmann, zugezogene Dresdnerin mit fehlendem sächsischen Dialekt, katzenverrückt, jedoch ohne Hang zum Katzenkitsch. Die Mädels sind der Grund für den Blog, das Plüsch überall, die Sisalflächen und dafür, dass ich ein echter Fan von Fusselrollen bin.

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8 Kommentare

  • Andrea sagt:

    Ich habe mir gerade nochmal in aller Ruhe die Screenshots der Korrespondenz angesehen/durchgelesen. Hohe Qualitätsansprüche an das eigene Produkt zu stellen und gleichzeitig pflanzliche Nebenerzeugnisse zu verarbeiten, ist für mich mal grundsätzlich widersprüchlich. Wenn ich Wert auf hohe Qualität lege, sollte ich vielleicht auf Nebenerzeugnisse jeder Art verzichten, das steigert die Aussicht auf gute Qualität erheblich.
    Dass man hier keine Aussage zur Zutat „pflanzliche Nebenerzeugnisse“ machen kann, weil man eine wertvolle Rezeptur vor Kopie schützen möchte, beleidigt meine Intelligenz.

    liebe Grüße Andrea

  • Andrea sagt:

    Wer stellt denn auch solche Fragen!? Demnächst fragst du noch, warum Getreide oder Zucker im Katzenfutter sind. tztztz

  • Ha! Ja sowas hatten wir auch schonmal mit ner Firma aus den USA… Da fragt man sich immer warum die so geheimnisvoll sind. Verdaechtig.

  • Zum Glück werden die Endverbraucher mittlerweile über das Internet und vor allem die Sozialen Medien sensibilisiert. Wir hoffen, dass die Infos über gutes und weniger gutes Futter / Leckerlies noch viel mehr Katzenhalter erreichen und die Firmen reagieren.
    Wenn Inhaltsstoffe unklar definiert sind, kommt das Produkt bei uns auch nicht auf den Speiseplan!

    Ein freundliches Miau von Coco und Nanju

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