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Alltag
Einfach ignorieren
9. März 2016
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Katzen haben ein beneidenswertes Talent. Manchmal wünschte ich mir, ich könnte auch einfach alles herum um mich so lassen wie es ist. Einfach ausblenden und das ganz ohne Emotion. Zack. Uninteressant. Selbst wenn sich Dritte auf den Kopf stellen und dabei singen.

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Nur auf den eigenen Namen hören, wenn es für mich selbst Sinn ergibt und ich gerade überhaupt in Stimmung bin, mit anderen Lebewesen zu kommunizieren oder sie auch nur wahrzunehmen. Tatsächlich beneide ich Katzen manchmal um diese Gabe.

Katie kann übrigens perfekt ignorieren. Einfach alles. Würde es eine Weltmeisterschaft in „Ist-mir-grad-total-egal“ geben, würde Katie vermutlich jedes mal auf dem Treppchen stehen. Sie ignoriert sogar die Ignoranz des Anderen. Sprich, wenn sie neben mir sitzt und maunzt, weil sie gestreichelt werden möchte, Hunger hat oder ihre Stimme auf vorhandene Funktionsweise überprüft und ich mich jedoch nicht rühre, wird irgendein Blödsinn veranstaltet, um die Ignoranz ihres Gegenübers zu beenden.

Und zwar so lange bis mein Freund oder ich lauthals „Katie, NEIN!!!!“ brüllen. Zu diesem Zeitpunkt befindet sie sich jedoch wieder in ihrem eigenen Ignoranz-Modus und sitzt bereits schon auf dem Fernseher oder zuppelt irgendwo Kabel heraus.

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Wenn wir Katie mit „NEIN“ ermahnen, verlässt Lilli freiwillig den Raum. Getreu dem Motto „Mein Name ist Hase, ich weiß von nix“ (und geh mal lieber gaaaaanz schnell). Sobald Lilli jedoch ihren Namen ertönen hört, kommt sie freudig angelaufen und schaut einen mit diesem „Leckerli?“-Blick an.

Auch Katie schaut trotz ihres Ignoranz-Modus manchmal zu uns rüber, wenn wir sie rufen oder eben anbrüllen. Meist reagiert sie sogar mit einem gähnenden „Mauuuuuuu“, welches Glas zum Zerspringen bringen könnte.

Ich finde den Gedanken schön irgendwo zu sitzen, alles prasselt auf einen ein und man selbst sitzt nur entspannt lächelnd da und denkt sich: „Leckerli!?“.

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Über die Autorin

Großstadtkatze

Das bin ich: Petra Kichmann, zugezogene Dresdnerin mit fehlendem sächsischen Dialekt, katzenverrückt, jedoch ohne Hang zum Katzenkitsch. Die Mädels sind der Grund für den Blog, das Plüsch überall, die Sisalflächen und dafür, dass ich ein echter Fan von Fusselrollen bin.

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6 Kommentare

  • hummelweb sagt:

    Liebe Großstadtkatze,
    das hast du ja sehr treffend beschrieben, ich habe unsere beiden sofort wiedererkannt, läuft bei uns genauso :-)). Und dein letzter Satz, ich seh mich schon im Büro sitzen, um mich herum tobt das Chaos, und ich sitze da, grinse und denke „Leckerlie?“ Hach, wie schön wäre das, wenn ich das hinbekommen könnte!
    Ich danke dir für diesen wunderbaren Vorsatz, der sich jetzt in mir breit macht!
    Viele Grüße,
    die Hummel

  • Vicky sagt:

    Ich glaube das kennt jeder Katzen-Besitzer
    Mein Merlin ist da nicht anders. Wenn ich ignoriere fängt er mit blödsinn an,bis ich reagieren muss(hat sogar schon Tassen runter geschmissen um mich aus dem Bett zu holen), ABER……wehe es ist anders rum. Wenn ich was möchte stellt er auf durchzug. Es ist zum Haare raufen,aber wir lieben sie^.^

  • Tanja sagt:

    Meine ignorieren grundsätzlich das NEIN. Seufzzzz….

  • Julia sagt:

    Meine Lotte versucht immer so zu tun als hätte sie mich ignoriert.
    Wenn ich ihren Namen rufe schaut sich mich mit großen Augen an, doch dann guckt sich ganz schnell zur Seite oder an die Decke.
    So als wollte sie sagen „Was? Hast du was gesagt?“
    Und geht weg nur um 5 Minuten später mauzend nach Aufmerksamkeit zu betteln

    Danke für den Artikel!

  • Manchmal hab ich das Gefühl, du hast hier bei uns im Haus Kameras aufgestellt.
    Es läuft ganz genau so ab! Würde ich dir sofort unterschreiben.

    Und ich stimme dir weiter zu. Ich will diese Gabe auch haben. Könnte ich so gut bei der Arbeit gebrauchen!

    Vielen Dank für den tollen Artikel.
    Toll geschrieben. Hatte das Gefühl mitten drin gewesen zu sein.
    Hab sehr gelacht ?

  • Tina sagt:

    Ich kann dir zu 1000000% nachempfinden ?

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