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Alltag
Natürliche Feinde
2. November 2016
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Wer Katzen beherbergt kennt die nachfolgenden Situationen nur zu gut. Manch einer ganz sicher anders, als ich sie beschreibe oder vielleicht in genau entgegengesetzter Richtung. Katzen haben Feinde, Fressfeinde und Dinge, vor denen sie schlichtweg Angst haben. Katie und Lilli haben diese ebenso, doch so ganz „natürlich“ sind sie nicht:

Staubsauger

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Ich brauche ihn noch nicht mal im saugenden Zustand in die Nähe der Mädels bringen. Sobald einer der Aufsätze den Raum betritt oder zur allgemeinen Erheiterung und ohne Vorwarnung hineingeworfen wird, passieren genau zwei Dinge: Katie guckt und rennt – egal wohin, Hauptsache weg. Lilli hingegen hat eine Art Sensor für derartige Momente und befindet sich schon auf dem Schrank oder wahlweise der Abzugshaube in der Küche, bevor ich mir überhaupt überlege jetzt saugen zu wollen.

Bananen

Wahrscheinlich ist das ähnlich wie das Gurkenphänomen, obwohl Katie nicht springend erschreckt sondern sich diesem gelblichen Objekt zaghaft und mit Zeitlupenbewegungen nähert.

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Hat sie eine der Bananen für eine Millisekunde berührt läuft sie vergleichsweise ebenso erschüttert und angeekelt weg wie wenn ich eine Spinne auch nur sehe.

Ohrstäbchen

Diese kleinen fiesen Dinger mit der Watte am jeweiligen Ende greifen immer zu erst an. Immer. Allein bloßes herumliegen ist pure Provokation unserer Vierpfötler. Was angreifend provoziert muss mit einer Abwehrreaktion rechnen, denn im Gegensatz zu dem Staubsauger verhalten sich Ohrstäbchen wie die royale Garde am Buckinghampalace, wenn du einen der Wächter anstuppst: Sie lassen es über sich ergehen und tun so, als sei nichts gewesen.

Ganz gruselig finden die Mädels auch meinen Fön und alles, was derartige oder unnormale Geräusche von sich gibt. Das Gluckern des Weinkühlschranks bleibt für Katie wahrscheinlich das letzte für immer unaufgeklärte Mysterium in unserem Universum.

Welche (un)natürlichen Feinde haben eure Katzen?

Über die Autorin

Großstadtkatze

Das bin ich: Petra Kichmann, zugezogene Dresdnerin mit fehlendem sächsischen Dialekt, katzenverrückt, jedoch ohne Hang zum Katzenkitsch. Die Mädels sind der Grund für den Blog, das Plüsch überall, die Sisalflächen und dafür, dass ich ein echter Fan von Fusselrollen bin.

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9 Kommentare

  • Caren Manowski sagt:

    Die Türglocke ist die Ankündigung des ?? Horrors???,keine drei Sekunden und von drei Katzen sieht man nichts mehr. Bis man vorsichtig um die Ecke lurt (guckt), ob da doch vielleicht was tolles passiert, oder die Luft wieder rein ist. Kann aber ne weile dauern, wenn der Besuch tatsächlich was bleibt.
    Die selbe Geschwindigkeitsrekorde wurden am Anfang beim Staubsauger gehalten, was aber inzwischen eher einem genervten wegtrotten (die schon wieder, mit dem Lärmdings) gewichen ist.

    „Unerwarteter“ Lärm durch Silvesterböller wird komischerweise ignoriert oder neugierig begutachtet. Genau so die Handwerker die vor zwei Jahren hier im, rund ums Haus und den Wohnblock gewerkelt, gebohrt und glärmt haben, wurden ignoriert oder sogar neugierig begutachtet.

  • nilibine70 sagt:

    In der Wohnung schreckt Wallee nichts. Alles, was wir anpacken, anschleppen, muss seines Erachtens auch für ihn gut sein… Erst mal zumindest.

    Er reagiert eher mit tiefstem Knurren, Iro auf dem Rücken und Bürste als Schwanz und schreckgeweiteten Augen, wenn draußen der Müllwagen blinkend steht, wenn der Schützenverein vorbeizieht und just letztens, wenn der Martins-Zug bei uns vorbeizieht… Dann ist Alarm. Und wenn er kann, flüchtet er sich zu mir unter die Wolldecke oder versteckt sich hinter uns und guckt uns an, als wollt er sagen, Ihr beschützt mich doch, oder.

    Staubsauger und Konsorten werden übrigens ignoriert

  • Vicky sagt:

    ich kann mich nur anschließen.
    Staubsauger -> Feind nr.1 beide schneller weg wie man gucken kann.
    Föhn -> Feind Nr.2 wobei nur wenn er föhnt,im ruhezustand völlig Harmlos
    Angstfeind Nr.3: Herumliegende Socken o.O ka wieso, aber ob alleine oder als Paar, mein Kater geht immer zaghaft drum herum und tippt sie kurz an und nimmt dann reiß aus :´D

  • Barbara Krohn sagt:

    Shadow (12 Jahre) ist ziemlich Relaxt, er bleibt sitzen wenn der Staubsauger kommt, man muss um Shadow herum Saugen
    DODO (1 1/2 Jahre) ist schneller wie ein Hurrikan unter dem Bett und kommt erst wieder Raus, wenn das böseMMonster weg ist!

  • Tina sagt:

    Das kenne ich. Auch wenn etwas abgewandelt: also Föhn ist vom Katerchen der größte Feind. Danach kommt erst der Staubsauger. Den mögen alle 3 nicht. Wattestäbchen jedoch sind der Grund, wieso ich nie wieder katzengerechtes oder überhaupt Spielzeug kaufen müsste. Ebenso in diese Kategorie zählen: Taschentuchpackungen (kleine), OVP-Tampons (wobei diese jetzt immer gut verschlossen sind!), Haargummies (augenroll) und diese Verschlusslaschen von Nudelpackungen oder Toastbrot. Das was du von der Banane und Spinnen erzählst trifft bei uns auf die Situation: Penny sieht Martin. Sie geht so angewiedert und schockiert weg, eigentlich tut es mir leid für ihn, aber ich finde es so unendlich komisch. Und immer, wenn er sie streichelt oder kurz hoch nimmt, dann putzt sie sich danach so ausgiebig ???? Schauspiel vom Feinsten ❤️ Katzen sind wunderbar!

  • Toll geschrieben. Hab Bauchschmerzen vor lachen ????
    Leider haben unsere keine mehr.
    Unser Staubsauger war mal einer aber mittlerweile sind die beiden davon nur noch gelangweilt und schlafen einfach weiter.

    Mit dem Roboter ist es das selbe.Dann muss der Sauger halt drum herum, wenn ne Katze im Weg liegt
    Ich warte auf den Tag wo sich einer oben drauf setzt und mitfährt ????

    Alles andere an Gegenständen was gruselig oder dergleichen ist wird angesprungen oder bekommt erstmal eine gelangt.

    Oft ist das einfach nur zum totlachen ????

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