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Alltag
Deine & meine Katze
8. Januar 2017
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Die Mädels lieben meinen Freund und mich zu gleichen Teilen. Würde ich jedenfalls behaupten. Doch es gibt einen Umstand, bei dem das definitiv nicht so ist. Genauer betrachtet sind die Mädels in diesem Punkt sowieso unterschiedlich:

Was bei Katie 24 Stunden am Tag sein könnte, ist für Lilli nur dann interessant, wenn sie gerade dazu in der Stimmung ist. Streicheln.

Lilli ist wie die kleine Krabbe am Strand die permanent und flinkfüßig vor dir weg läuft. Nur mit O-Beinen und längs nach hinten gestellten Ohren, um ihrem Lauf Ausdruck und die nötige Windschnittigkeit zu verleihen.

h

Anfassen ist nicht. Besucher, die es gewohnt sind, Katzen auf den Arm zu nehmen und so richtig durchzuknuddeln, erfahren in Lilli garantiert keine Erfüllung. Lilli strampelt, ohne sich lauttechnisch zu beklagen.

Hattet ihr schonmal einen Käfer zwischen Daumen und Zeigefinger, weil ihr ihn womöglich retten wolltet? Käfer bewegen ihre Beine und Fühler sehr schnell, da sie sich in einer für sie sehr extremen Höhe befinden und nicht wissen, was gleich passiert.

Lilli ist ein Käfer in groß, der selbst mit beiden Händen kaum haltbar ist.

Eben nicht, aber jetzt

Liegt sie gemütlich auf einem der Bettchen und wir maßen es uns an, sie zu berühren, verlässt sie diesen Platz oder dreht sich zumindest, parallel von der streichelndenden Hand wegrückend, einfach um.

Anders ist es, wenn mein Freund auf der Couch sitzt. Lilli hüpft freudig maunzend auf ihn zu und lässt sich nach gefühltem 20 Mal drehen, genüsslich nieder. In dieser Position kann er sie stundenlang streicheln. Wirklich. Stundenlang.

Bei Katie ist die ganze Prozedur wesentlich einfacher. Hand hinalten und schon lässt sich die Katze in freudiger Erwartung hinfallen. Ist gerade kein Bettchen in der Nähe, reicht der Fußboden völlig aus. Ansonsten wartet sie abends bereits auf meinem Schreibtischstuhl oder liegt in dem Bettchen auf dem Schreibtisch, weil sie weiß, sie wird gestreichelt, während ich am PC sitze.

Aber: Das ist nur bei mir so. Meinen Freund ignoriert sie konsequent. Also ihn anmiauen geht und mit ihm spielen. Aber streicheln? Nur im äußersten Notfall.

Katie ist also definitiv meine Katze. Ich spaße immer, weil „die Rothaarigen“ zusammenhalten müssen! Und Lilli ist eher die Streichel-Katze meines Freundes. Aber ab und an darf ich dann doch auch. Meistens in der Küche. Wehalb auch immer.

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Über die Autorin

Großstadtkatze

Das bin ich: Petra Kichmann, zugezogene Dresdnerin mit fehlendem sächsischen Dialekt, katzenverrückt, jedoch ohne Hang zum Katzenkitsch. Die Mädels sind der Grund für den Blog, das Plüsch überall, die Sisalflächen und dafür, dass ich ein echter Fan von Fusselrollen bin.

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5 Kommentare

  • Caren Manowski sagt:

    Meine Amira und mein Zamiro sind die absulut streichelsüchtigen, aber während Amira auch gern am Bauch gekrault wird ist es bei Zamiro vor allem Gesicht und Ohren. Wenn der entsprechende Service nicht automatisch seinen Dienst anbietet wird gerufen, was bei Amira ein Miauen ist, wird bei Zamiro eher ein jammern (armer kleiner unterstreichelter Kater). Das darf aber nur ich, meine Tochter, die sie ja auch tagtäglich um sich haben nicht.
    Meine Tini ist ganz Katze, nur wenn sie mag und eh eher müde ist, bereit sich richtig streicheln zu lassen.
    Nur in einem sind sie sich alle drei einig rumtragen ist doof. Nur das rumtagen z.B. im Wäschekorb oder auch Reisenthelkorb findet Zamiro toll und setzt sich auffordernd maunzend auch schon mal rein.

  • nilibine70 sagt:

    Also irgendwie sind alle unsere Katzen, die der Gatte und ich gemeinsam haben einziehen lassen, meine… Zumindest behauptet der Gatte das Naja, ich bin halt klassisch die Mama. Die Mama schmust, beschützt die „Kleinen“. Papa ist fürs Futter zuständig. Und das Klo (obwohl mir das echt egal ist, wenn ichs grad seh oder in der Nähe bin, geb ich auch Futter, das Klo wird ebenso durchgesiebt, kein Ding). Aber Wallee macht da wirklich ganz krasse Unterschiede Ja, er geht auch zum Papa, sich mal kurz kraulen lassen, oder unten an den Füßen auf dem Sessel sich anmuckeln. Aber unter die Decke krabbeln, auf mir Samba tanzen, bei mir unter der Decke in der Armbeuge laut schnurrend und pseudonuckelnd liegen, das geht irgendwie nur bei mir. Und leider seit ein paar Wochen vorzugsweise auch mal nachts. Um 1 oder 2.
    Mit Papa wird aber auch wildest durch die Wohnung getobt mit diversem Spielzeug. Wenn ich das machen WILL, dann guckt der Muckelmann verdutzt, pfotelt mal kurz und dann irren die Augen schon suchend nach Papa… ist also mindestens so frustrierend, wie das mit dem Schmusen…

    Hat halt jeder seine Rolle…

  • Ombia sagt:

    Tiere suchen sich eben deren Menschen aus. War bei uns auch von Anfang an so. Schlimm wurde es für Katze „meines Mannes“ als wir uns scheiden lassen haben. Wir wollten die Tiere aber nach vielen Jahren zusammen nicht trennen.

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