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Wohlfühlen
Taps, Taps, Wumm
25. Mai 2014
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Lange haben wir diesem Donnerstag entgegen gefiebert. Alle waren komplett aufgeregt und nervös. …Im Grunde genommen war nur ich aufregt und nervös. Da ich aber ein „wir“ bin, zählt das gleichermaßen für alle.

(Unsere) Ablenkung

Schon sehr früh haben wir versucht Katie und Lilli davon zu überzeugen, in die Transportboxen zu klettern. Bei Katie lief das reibungslos, Lilli brauchte hingegen einen kleinen Schubser. Los ging also die Fahrt nach Elsterwerda. Wir haben die beiden in der Tierarztpraxis abgeliefert und sind mit einem zugegebenermaßen flauen Magengefühl in das Freizeit- und Erlebnisbad Wonnemar, nach Bad Liebenwerda, gefahren.

Als die Mädels die Kastration hinter sich hatten

Als wir sie endlich wieder abholen konnten, sahen beide wirklich extrem verstört aus. Die Nickhaut war bei beiden deutlich zu sehen und sie wackelten nur mit dem Kopf hin und her. Katie fauchte zudem ununterbrochen. Zuhause angekommen haben wir sie eine gute dreiviertel Stunde noch in den Transportboxen belassen. Einfach, damit sie in Ruhe ankommen können.Das Verlassen der Transportboxen war für beide schwierig. Lilli konnte sich noch einigermaßen auf den Beinen halten, Katie jedoch kroch nur langsam heraus. Nach spätesten jedem zweiten Schritt sind beide eine ganze Weile immer wieder umgefallen.

Die Geräuschkulisse bei uns ließ sich in genau drei Worte fassen: taps, taps, wumm. Natürlich taten sie uns leid und natürlich haben wir mit ihnen mitgelitten, das Feixen konnten wir uns dennoch nicht verkneifen. Zumal meinen Lippen bei jedem „wumm“ synchron ein „huch“ entfloh. Katie war noch lange richtig genervt. Fauchte alles und jeden an – auch Lilli. Wir gehen davon aus, dass Katie erst nach Lilli operiert wurde und die Narkose bei ihr noch spürbarer wirkte. Sie wusste am Anfang nicht, dass sie bereits wieder zu Hause war.

Gegen Abend wurden die Augen der beiden Katzen endlich klarer. Lilli legte sich auf eine Decke, die wir extra im Wohnzimmer ausgebreitet hatten und schlief. Katie nutzte ihre neu gewonnene Sehfähigkeit hingegen dazu, die noch frische Wunde der OP mit aller Gewalt von dem Silberspray zu befreien und an den Fäden zu ziehen. Das tat sie so sehr, dass kleine blutige Risse entstanden.

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Eigentlich entsprach es in diesem Moment meiner Natur, sämtliche Tierarztpraxen, die Notfalldienst hatten, abzutelefonieren. Mein Freund hatte jedoch eine bessere Idee: Schlafen gehen… Und er hatte recht damit. Katie verschwand, nachdem sie sich das Badehandtuch herunter gezogen hatte, in der Badewanne. Katze muss es ja bequem und weich in der Wanne haben. Da Lilli noch auf der Decke im Wohnzimmer lag, zogen wir die Decke samt Lilli einfach in den Flur.

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Am nächsten Morgen bekamen die beiden zum ersten Mal wieder etwas zu fressen und legten sich sofort wieder schlafen. Lilli hat sich mittlerweile an die Fäden und das fehlende Fell gewöhnt. Die störrische Katie leckt immer noch daran, es wird allerdings weniger. Wir behalten jetzt einfach die Fäden im Auge, nicht dass sie sich die noch selbst zieht. Zu zutrauen ist es ihr allemal.

UPDATE: Mittlerweile haben wir Tag drei nach der Kastration. Katie bekam seitdem unendlich viele Streicheleinheiten. Wenn sie in ihrer Mulde lag, brachten wir ihr auch das Futter.  Lilli wurde natürlich ebenso verwöhnt, wobei sie wesentlich besser laufen konnte und somit den Weg zum Futternapf ohne große Probleme hinter sich bringen konnte. Lilli spielt sogar wieder mit dem Spielzeug und jagt Leckerlies. Bei Katie wird alles besser. Sie läuft wieder fast normal, entwickelt richtig guten Hunger und lässt auch die Naht so langsam in Ruhe.

Nach sieben Tagen soll die Wundheilung ja so gut wie abgeschlossen sein. Die Nähte fangen wohl nach ca. vier Wochen an, sich aufzulösen. Wobei die Außen etwas länger bis zur Selbstzerstörung benötigen. Und wenn wir gerade bei Zahlen sind: In etwa drei Monaten ist das Fell auch wieder da wo es hin gehört. Ich denke, die beiden sind auf einem guten Weg.

Über die Autorin

Großstadtkatze

Das bin ich: Petra Kichmann, zugezogene Dresdnerin mit fehlendem sächsischen Dialekt, katzenverrückt, jedoch ohne Hang zum Katzenkitsch. Die Mädels sind der Grund für den Blog, das Plüsch überall, die Sisalflächen und dafür, dass ich ein echter Fan von Fusselrollen bin.

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2 Kommentare

  • Marlene sagt:

    Kann man ja gar nicht haben Dann noch der doofe Geruch vom Tierarzt, da kann katz ja nur sauer werden
    Hoffen die beiden Mädels geht es inzwischen wieder gut und ihnen fehlen nur ein paar Stunden.

    LG
    Marlene

    • Ja Marlene, es wird. Langsam, aber es wird. Wir rennen jetzt den halben Tag Katie hinterher, damit sie wenigtsens den einen Faden noch drin lässt. Sie zieht sie sich einfach selbst. Lilli hebt das ganze jetzt nicht mehr an, die ist da wesentlich entspannter.

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