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Alltag
Kommunikation
9. August 2020
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Kennt ihr das „Sender-Empfänger-Modell“? Es besagt, dass Sender und Empfänger zum eindeutigen Verstehen einer Nachricht die gleiche Codierung oder einfacher gesagt, die gleiche Wortdefinition verwenden müssen. Ist das nicht der Fall, handelt es sich um eine Kommunikationsstörung und genau dieses Prinzip gilt auch für folgenden Laut: Miau.

 

Laut, leise, lang

Es könnte alles so einfach sein, immerhin handelt es sich um nur fünf Buchstaben. Doch Katze verdoppelt diese Anzahl gern oder unterlegt sie mit einem brummen, das zumindest  gefühlt in der Lage wäre spontane Erdbeben hervorzurufen. 

Elli ist die unumstrittene Königin der Kommunikation, vor allem derer mit nicht nur gestörter sondern schlichtweg nicht vorhandener Frequenz. Die Sendestation ist technisch so richtig kaputt und der Empfänger einfach nicht in der Lage, die ankommenden Töne auch nur ansatzweise zu interpretieren.

So rennt Elli in anscheinend guter Absicht zu Rosi, näselt mit ihr und streift ihr süßes Köpfchen an ihr Gegenüber. Diese Botschaft könnte durchaus als positiv aufgenommen werden. Könnte. Sollte sie aber nicht. Denn dieses Verhalten ist pures Ablenkungsmanöver und die kleine Kampfkatze geht direkt und ohne weitere Zeichen zum Angriff über.

Dabei sei erwähnt, dass ab diesem Moment nicht Rosi das Opfer ist. Die einzige Vierpfötlerin die brummend, sich verteidigend und mit angelegten Ohren rückwärts läuft ist Elli. Die völlig erstaunte Rosi hingegen versteht dann gar nichts mehr und geht meistens einfach, kopfschüttelnd.

Ohne Worte

Doch Kommunikation geht auch ohne Worte und ohne Laute. Das beste Beispiel dafür: Katie. Der Chefin geht dieses Spiel nämlich so ziemlich auf die Nerven. Fällt Elli also wieder in ihre geliebte Opferrolle und tut so, als würde Rosi ihr etwas böses wollen, schaltet sich kurzerhand Katie ein. 

Allerdings lediglich mit einem Blick und einer Körpersprache, die selbst mir nur noch eines ganz deutlich und ohne Diskussionsversuch signalisiert: Lauf. Schnell und ganz weit.

Das sind dann die Momente, in denen definitiv keine Störung vorliegt und jeder sofort versteht was nicht gesagt wurde. So funktioniert sie eben manchmal auch, die Kommunikation.

Über die Autorin

Großstadtkatze

Das bin ich: Petra Kichmann, zugezogene Dresdnerin mit fehlendem sächsischen Dialekt, katzenverrückt, jedoch ohne Hang zum Katzenkitsch. Die Mädels sind der Grund für den Blog, das Plüsch überall, die Sisalflächen und dafür, dass ich ein echter Fan von Fusselrollen bin.

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2 Kommentare

  • Sabine sagt:

    Hihi – das könnte auch meine Piroschka sein. Piri ist nämlich auch so ein aggressives Opfer – Prinzickin halt

  • Vicky sagt:

    Ja Kommunikation ist schon schwierig.
    Abby geht bei der Futter Zubereitung immer zu Merlin(und die Betonung liegt auf wirklich immer) hält ihr Köpfchen liebevoll herunter und Merlin fängt an sie abzuschlecken. Sieht sehr nett aus, aber fehlgedacht. Während Abby anscheinend genießt arbeitet Merlin sich seitlich vorwärts und kurz nicht aufgepasst zwackt er sie ins Ohr. Völlig überrascht zieht Abby sich zurück und versteht die Welt nicht mehr.
    Aber sie lernt auch nicht daraus. 🙈

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