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Alltag
Rückblick: Kitten Zusammenführung
19. März 2014
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Katie war bereits knapp drei Wochen alleine bei uns. Die Erinnerungen an ihre Geschwister verblassten langsam und ein soziales (Katzen)Verhalten hatte sie nie beigebracht bekommen. Doch es nützte alles nichts. Heute war der Abend, an dem Lilli bei uns einziehen sollte.

Wir haben Lilli in Claußnitz abgeholt. Die Heimfahrt war von lautem Miauen geprägt. Aber wenigstens versuchte Lilli nicht die Transportbox auseinander zu nehmen, so wie Katie das bei ihrer ersten Autofahrt versuchte.

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Mein Freund ging zuerst in unsere Wohnung um sich und Katie im Wohnzimmer  zu „verstecken“, damit die beiden Kitten nicht gleich aufeinander losgehen.

Wir hatten sogar extra noch am Vormittag den neuen Kratzbaum im Wohnzimmer zusammengebaut, in der Hoffnung, dass Katie sich damit ausgiebig beschäftigt. Wohlgemerkt: Wir dachten das. Katie nicht. Sie merkte sofort, nachdem Lilli und ich die Wohnung betraten, dass etwas nicht stimmt und lief immer an der Wohnzimmertür auf und ab. Lilli schaute sich in dieser Zeit in der Wohnung um, fraß etwas und ging ohne Probleme aufs Katzenklo.

Dann war der Zeitpunkt gekommen, Katie und Lilli mit einander bekannt zu machen. Nur so viel sei gesagt: Die erste Nacht haben weder die Kitten, noch ich geschlafen. Lilli brummte ununterbrochen und Katie fauchte ohne Ende. Viel schlimmer war jedoch, das Katie permanent auf Lilli „einschlug“. Seht selbst:

Lilli flüchtete sich in den Kratzbaum. Wobei mit “flüchten” keine schnellen Bewegungen gemeint sind. Im Tempo einer sehr alten Schildkröte zog sie sich den Kratzbaum hoch. Das war sehr gewöhnungsbedürftig. Die Erklärung: In Claußnitz hatte sie keinen Kratzbaum. Nur einen kleinen Kratzstamm. Zudem scheint sie sich dort kaum bewegt zu haben.

Allerdings sahen wir nun, dass mit Lilli etwas nicht stimmte. Sie hatten einen sehr dicken Bauch und fraß (wenn Katie sie ließ) wie ein Scheunendrescher.

Lilli tat uns leid und Katie bekam sich gar nicht mehr ein. Irgendwann überwiegte jedoch die Müdigkeit und Lilli nutze ihre Chance.

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Zusätzlich versuchten wir die Kitten zum gemeinsamen Spielen und Fressen zu animieren. Mit minimalem Erfolg. Doch sie näherten sich binnen der ersten 48 Stunden immer mehr an einander heran. An Tag drei war zwar immer noch klar, wer die Chefin ist (Katie), aber das „Prügeln“ wurde immer mehr zum Spiel, weder aus dem Katzenklo noch vom Fressnapf wurde Lilli von Katie verscheucht. Also alles gut. Zum Rest des dritten Tages lasse ich einfach mal Bilder sprechen, denn besser könnte ich die positiv ausgegangene Zusammenführung der Kitten auch nicht beschreiben.

UPDATE: Im Nachgang kann ich euch noch einen echten Tipp geben! Wir haben einen Lappen genommen und diesen an Lilli gerieben, damit er nach ihr riecht. Diesen Lappen haben wir immer zu Katie gelegt, um sich an Lillis Geruch zu gewöhnen. Ihr seht in der Bildergalerie neben Katie im Kratzbaum liegen.

Und noch ein UPDATE: Auf den Bildern seht ihr ein Schälchen mit Trockenfutter. Dieses haben wir jedoch kurz nach der Zusammenführung entfernt. Bei uns gibt es seitdem kein Trockenfutter, nur hochwertiges Nassfutter.

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Über die Autorin

Großstadtkatze

Das bin ich: Petra Kichmann, zugezogene Dresdnerin mit fehlendem sächsischen Dialekt, katzenverrückt, jedoch ohne Hang zum Katzenkitsch. Die Mädels sind der Grund für den Blog, das Plüsch überall, die Sisalflächen und dafür, dass ich ein echter Fan von Fusselrollen bin.

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2 Kommentare

  • Mira Mica sagt:

    Aww, da habt ihr aber zwei süße Katzen! Ich dachte mir schon, dass es nicht so einfach ist, Katzen zusammen zu führen, wenn sie keine Geschwister sind und dann auch noch „im wilden Alter“. Aber dennoch hat es doch ganz gut geklappt!

    Ich merke mir eure Seite, vielleicht hol ich mir irgendwann doch noch eine Katze (weil Freund = Katzenfanatiker), da könnte mir der Blog hier echt weiterhelfen

    Liebst,
    Mira

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