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Alltag
1, 2, 3 uuuund …
24. August 2014
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An manchen Tagen ist es wirklich sehr schwer, die Wohnung zu verlassen um auf Arbeit zu gehen. Natürlich weil mir die kleinen Fellmonster tagsüber fehlen, aber insbesondere, weil Katie schlichtweg die Wohnungstür blockiert, sobald ich mir die Schuhe anziehe.

Sie lässt sich in ihrer gewohnt theatralisch leidenden Art vor der Tür schwerfällig und langsam auf den Boden fallen.

Wenn sie jedoch der Schlimme meines Tuns noch mehr Ausdruck verleihen möchte, lehnt sie sich vor dem Fall auch gern an die Tür um geräuschlos laut in Zeitlupe an ihr herunter zu gleiten und erschöpft traurig ihren Kopf auf dem Laminat langsam niederzulegen. Sie davon zu überzeugen, diese Position freiwillig aufzugeben und mich gehen zu lassen sorgte in der Vergangenheit bereits viele Wochen dafür, dass ich prinzipiell später auf Arbeit kam, als ich eigentlich wollte. Bei meinem Freund veranstaltet sie nicht solch einen Zirkus.

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Lilli hingegen interessiert das alles nicht wirklich. Ich habe manchmal das Gefühl, dass sie ein absolutes Grundvertrauen besitzt und weiß, dass wir wiederkommen. Nur dem Schlafzimmer traut sie nicht. Sobald wir abends ins Bett gehen, sitzt sie maunzend und an der Tür scharrend davor. Fünf Minuten. Danach ist entweder von allein Ruhe oder ich habe mich doch nochmal hoch gequält, um die schreiende Katze vor der Tür zu streicheln. Meistens funktioniert das auch und wenn ich wieder schlafen gehe hat sie ihren Seelenfrieden gefunden (oder von Katie eins drauf bekommen, weil sie das rumgemaunze nervt).

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Mittlerweile haben die Mädels und ich zumindest in der Früh, wenn ich los muss, eine gute Lösung gefunden: Kurz bevor ich gehe, nehme ich ein paar Leckerlies in die Hand. Sehen sie das, flitzen sie sofort in unser Arbeitszimmer (langes Training ;)).

Dann zähle ich laut bis drei. Bei jeder Zahl bekomme ich entweder von beiden ein freudiges „Miau“ oder zumindest von der verfressenen süßen Lilli. Nach der Zahl drei folgt ein langgezogenes „und“, dann werfe ich die Leckerlies in die hinterste Ecke des Arbeitszimmers. Die Mädels sind ab diesem Moment mit Jagen und Fressen beschäftig und ich kann (einigermaßen vernünftig) die Wohnung verlassen. Blöd nur, wenn ich etwas vergessen habe. Denn drei Sekunden später steht Katie schon wieder auf der anderen Seite der Tür.

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Über die Autorin

Großstadtkatze

Das bin ich: Petra Kichmann, zugezogene Dresdnerin mit fehlendem sächsischen Dialekt, katzenverrückt, jedoch ohne Hang zum Katzenkitsch. Die Mädels sind der Grund für den Blog, das Plüsch überall, die Sisalflächen und dafür, dass ich ein echter Fan von Fusselrollen bin.

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2 Kommentare

  • Betty sagt:

    Typisch Katze. Da kann man nichts machen, die haben alle ihren eigenen Dickschädel
    Und das ist auch gut so, denn insgeheim lieben wir sie doch trotz – oder gerade wegen – all ihrer Ticks.

    Wir haben uns gerade das erste Mal auf deine Seite verlaufen und müssen sagen, dass es uns hier sehr gut gefällt. Bis zum nächsten Mal (denn wir werden wieder kommen)!

    Herzliche Grüße,
    Betty mit flauschigem Anhang Mimi

  • Friederike sagt:

    Hihi, das kommt mir zumindest ansatzweise bekannt vor. Maggie ist auch ein Drama-Queen, die sich sehr ausdrucksstark darniederlegen kann
    Bei uns gibts vor dem Aufbruch ein bisschen Trockenfutter in die Fummelbox – da ist Madame dann auch erst mal abgelenkt und der Weg ist frei.

    Liebe Grüße,
    Friederike

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