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Alltag
Herzblatt-Trenntür
11. Dezember 2016
7
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So richtig fertig mit dem Erkundschaften ihrer neuen Welt sind die Mädels noch immer nicht. Dafür verändert sich auch permanent doch immer und immer wieder zu viel. Gardinen, die am Vortag noch nicht mal in der Nähe waren, Fenster die bis zum Boden reichen und Blätter, die hinter dieser Scheibe im Wind tanzen …sowie eine ihnen unbekannte Tierart.

Ab und an beobachten die Mädels auch Vögel auf dem kleinen Grünsteifen direkt davor oder und jetzt haltet euch fest: Katzen! Katie sieht dabei immer aus als würde sie sich fragen was genau das für ein Tier ist, das da sitzt und sich die Pfötchen putzt.

Lilli ist beim Thema Artgenossen jedoch bereits ein Stück weiter:

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Mit ihrem nächtlichen Gesang hat sie es geschafft einen Freigänger-Kater anzulocken. Dieser sitzt nun fast täglich vor der Eingangstür. Aber nur in der Früh. Wir nennen ihn Willi.

Lilli und Willi unterhalten sich auch durch diese Trennwand oder sie brüllen mich an, dass ich sie auf machen soll. Denn laut einigen Studien ist das Miau der Katze nur für den Menschen bestimmt.

Wie auch immer es sein mag. Nachdem ich den Schock der Kratzgeräusche an der Haustür früh um 05:30 Uhr verarbeitet und diese auch lokalisiert habe, geht das Liebesdrama los:

Lilli miaut lautstark und Willi steigt in diesen Kanon ein. Willi ist übrigens auch schwarz-weiss gefleckt. Wenn ich es mal schaffe schnell genug um das Haus zu laufen, reiche ich euch sofort ein Foto nach. Bisher war ich zu langsam.

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Wir haben noch einen zweiten Ein- bzw. Ausgang. Es ist aber auch verdammt schwer im Dunkeln bei Minusgraden in Schlappen, nur mit Bademantel bekleidet und ständig leise aber hörbar „fuck ist das kalt, fuck, fuck, fuck“ murmelnd, die fremde Katze vor der Tür nicht zu verscheuchen.

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Während die beiden Turtelkatzen sich also über die Barriere zwischen ihnen aufregen, motzt Katie im Hintergrund herum, weil Lilli nicht mehr auf sie reagiert.

Erst wenn Willi entweder durch meine gruselige Erscheinung oder ohne derartige Gründe unsere Matte vor der Tür verlassen hat, kehrt Ruhe ein.

Bis zum nächsten aufeinandertreffen an der Herzblatt-Trenntür.

Über die Autorin

Großstadtkatze

Das bin ich: Petra Kichmann, zugezogene Dresdnerin mit fehlendem sächsischen Dialekt, katzenverrückt, jedoch ohne Hang zum Katzenkitsch. Die Mädels sind der Grund für den Blog, das Plüsch überall, die Sisalflächen und dafür, dass ich ein echter Fan von Fusselrollen bin.

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7 Kommentare

  • nilibine70 sagt:

    Köstlich

    Aber Wallee ist de Name *chchch* von dem schwarz-weißen. Und seine Freundin heißt Lilly. ..und sitzt schon mal draußen auf einem der Steindörpel vor unserer Tür…sie ist übrigens eine pastellige Dreifarbige, könnt ein Mix aus Euren beiden sein….

  • netti sagt:

    Dürfen die zwei denn auch irgendwann raus? Zu Willi?

  • Tina sagt:

    Liebe Petra: wie schön es doch ist, eine so lebhafte Phantasie zu haben. Krass, wie ich mir wirklich bildlich und, ziemlich wahrscheinlich sogar, im O-Ton vorstellen kann, wie diese Szene in Bademantel und Schlappen aussieht und sich anhört. Oh Gott ich lache Tränen ???? Dank ???????? und: arme Lilli ???? Was, wenn Sie und Willi Seelenverwandte sind (oder Bruder und Schwester?)? Was, wenn sich heraus stellt, dass Willi ein Catfish ist und sich selbst viel besser bemiaut als er wirklich ist? Fragen über Fragen zum Sonntag Abend ????

  • Ombia sagt:

    Das ist ja so süß!

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