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Alltag
Goldgräber
6. Juni 2015
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Manchmal frage ich mich ob es Kalkül, Ignoranz des täglichen Tuns, fehlende Wertschätzung oder eben das genaue Gegenteil ist. Mal ehrlich: Du schleppst das Zeug bis in die Wohnung, hebst dir bei vier Kilo, wenn du ein derart unsportlicher Mensch wie ich bist und schon am Öffnen von Wasserflaschen scheiterst, einen Bruch und dann das.

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Wir sind doch manchmal mit der Geruchsbelästigung im Katzenklo (bei uns auch liebevoll „Futterresteablegesystem“ genannt) schon mehr als bestraft. Muss es da wirklich noch sein, dass Katze, wenn alles neu und frisch ist, die Arbeit binnen von einer Minute ruiniert und alles durchwühlen, beschnüffeln und markieren muss?

Doch eigentlich beginnt das ganze Dilemma bereits beim Verdauungsprozess der Vierpfötler. Manchmal hinterlässt Lilli ihr auf natürliche Weise recyceltes Futter in einer Länge, die ihre eigene zu übertreffen scheint. Katie formt solche riesigen Bälle mit dem Katzenstreu, dass ich mir sehr sicher sein kann, dass ihre Nieren richtig gut durchgespült werden, ich mich aber manchmal frage, wo zur Hölle sie diese Flüssigkeitsmenge die ganze Zeit über verstaut und weshalb zwischendrin aufgrund von Platzmangel nichts heraustropft.

Am meisten mag ich aber dieses Bild von mir selbst, wie ich vor dem Katzenklo hocke und wie ein Goldgräber ganz vorsichtig Schicht für Schicht abtrage, um nicht mitten in einen frischen Ball zu stechen und diesen dadurch zum spontanen Zerfall in Nanopartikel zu animieren. Oder auch sehr schön: Wie ich noch immer daneben hocke, alles an Hinterlassenschaften herausgefischt habe und Lilli meine Gründlichkeit nutzt um gleich neue Essensreste zu verwerten. Parallel drückt sie ihren Kopf aufgrund der Kraft ihres gerade herausbrechenden Rückstoßes gegen mein Knie. Wobei am Ende der strafende Blick, weshalb ich überhaupt daneben sitze, während sie der Natur folgt, trotz all der vorherigen Unterstützung natürlich nicht fehlen darf.

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Ganz toll ist es dann aber, wenn das alles nicht ganz so funktionierte und die Mädels anfangen Schlitten zu fahren. Purer Spaß. Für uns alle.

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Über die Autorin

Großstadtkatze

Das bin ich: Petra Kichmann, zugezogene Dresdnerin mit fehlendem sächsischen Dialekt, katzenverrückt, jedoch ohne Hang zum Katzenkitsch. Die Mädels sind der Grund für den Blog, das Plüsch überall, die Sisalflächen und dafür, dass ich ein echter Fan von Fusselrollen bin.

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6 Kommentare

  • Ist bei mir auch so…ich sperre Campino immer kurz aus dem Bad aus, damit ich in Ruhe sauber machen kann. Aber, am tollsten ist, wenn ich das Klo gerade komplett gesäubert habe, also altes Streu raus, alles schön ausgewaschen, trocknen, neues Streu rein…keine drei Sekunden später ist Campino zur Stelle um zu pieseln…Scheint ein ganz besonderes Erlebnis zu sein, der erste Toilettengang nach der Klo-Reinigung.
    Über den Artikel habe ich auf jeden Fall sehr gelacht, der ist wirklich klasse

    LG,
    Charlie

  • Goldgräber, ein Begriff den ich auch gerne benutze Besonders angenehm finde ich es auch wenn meine beiden Miezen die Pipikiste mit dem frisch aufgefüllten Katzenstreu so umpflügen, dass danach die Hälfte vor der Kiste liegt….Vielleicht dient das aber auch der Qualitätskontrolle um sicher zugehen, dass ich ja keine Schätze vergessen habe…

  • Ja manchmal kann man schon verzweifeln – aber was tut man nicht alles für seine Lieblinge, oder? Manchmal denkt man auch sie machen es mit Absicht…. Aber so etwas wollen wir natürlich nicht unterstellen

  • Hier auch. Grade das Katzenklo im Erdgeschoss gesäubert, auf der Treppe nach oben zum zweiten, als ich schon das Scharren von unten höre. Seufz. Mache das Klo auf dem Treppenabsatz sauber, als die zweite Katze schon neugierig hinzukommt. Grade fertig, drängelt sie sich ungeduldig aufs Klo, während die Katze unten grade das Klo verlässt.

  • *gg*

    Haaahaaa wie schön, dass es nicht nur mir so geht.

    Meine zwei Quatschkatzen haben immer die Angewohnheit genau dann eines ihrer drei Resteörtchen zu besuchen, wenn ich diese gerade sauber gemacht habe. Katzendame Nuri schafft es sogar genau dann mir etwas vorkackern zu wollen, wenn ich noch mit der Schaufel in selbigen Örtchen am Umpflügen bin.

    Liebe Grüße von den Quatschkatzen

  • TanjasBunteWelt sagt:

    Juhu,

    hihi ja das leibe frische Katzenklo und die sofortige Versauung dessen Kommt mir bekannt vor. Meine zwei gehen aus Prinzip immer erst wenn ich nachhause komme. Sobald ich die Tür aufsperre läuft der Erste aufs Klo und verrichtet sein Geschäft, gefollgt vom Zweiten…danach gucken sie, ob ich schnell und brav nachgehe und alles wieder sauber mache! Kurz vor 22 Uhr dann, meist das große Geschäft, damit ich es wegräumen kann, bevor ich einschlafe. Sind schon clevere Kerlchen
    lg Tanja

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