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Alltag
Platzwechsel
5. Mai 2016
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Jeder kennt sie oder hat sie zumindest schonmal irgendwo gelesen. Dinge wie „alles muss an seinem Platz bleiben, bloß nichts verrücken, Katzen mögen keine Veränderung“. Wenn mit „Veränderung“ die Renovierung der kompletten Wohnung oder des Hauses gemeint ist, mag dies vielleicht für die ersten paar Tage stimmen, aber wie verhält es sich, wenn der Kratzbaum einfach nur den Standort wechselt?

Für die Mädels ist die Antwort ganz einfach: Sie freuen sich wie ein Flummi und der Gegenstand, der die letzten Wochen, wenn nicht gar Monate, unberücksichtigt in der Ecke stand und total uninteressant war, erwacht plötzlich zu dem kätzischen Traum schlechthin.

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Bestes Beispiel besagter Kratzbaum. Es kam der Tag, an dem Katie und Lilli ihn vielleicht ab und an noch ansahen und in guten Momenten an ihm kratzten. Ansonsten wurde er jedoch gemieden und das über einen sehr langen Zeitraum. Katie nutzte den Kratzbaum maximal noch dazu um auf unsere Schrankwand zu springen. Mehr Berührungspunkte hatten die beiden dann aber wirklich nicht mehr.

Da Katies Liebe zur Oberseite der Vitrine jedoch irgendwann ausartete und sie meinte, von dort aus wie ein Affe unbedingt in das Regal mit den Büchern nebenan klettern zu wollen – was übrigens mehrfach mit Absturz der Katze endete – haben wir den Kratzbaum kurzerhand neben die Balkontür gestellt.

Was für uns den Verlust von wertvollem Tageslicht bedeutete, entpuppte sich für die Mädels als Ort der Entspannung, des perfekten Ausblickes auf allerlei Vogelarten, Micky – das Eichhörnchen das uns in unregelmäßigen Abständen besucht und auf unseren Nachbarn im Haus nebenan. Letzteres freut uns besonders, da er es sich beim Einzug der Mädels nicht nehmen lies lautstark und für uns natürlich hörbar, seinem Gesprächspartner zu erzählen, wie blöd doch Katzen sind.

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Seitdem starren Katie und Lilli ihn gerne an. Wenn ich viel Zeit habe, mache ich mit. Einfach so. Aus Gründen.

Den Kratzbaum umplatzieren war jedenfalls eine gute Idee. Mittlerweile handhaben wir dies mit Bettchen, Spielzeug und allem anderen so. Es wird ein paar Tage weggeräumt und kommt dann wieder zum Vorschein, oder wechselt eben den Platz. Von wegen „Katzen mögen keine Veränderung“.

Über die Autorin

Großstadtkatze

Das bin ich: Petra Kichmann, zugezogene Dresdnerin mit fehlendem sächsischen Dialekt, katzenverrückt, jedoch ohne Hang zum Katzenkitsch. Die Mädels sind der Grund für den Blog, das Plüsch überall, die Sisalflächen und dafür, dass ich ein echter Fan von Fusselrollen bin.

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12 Kommentare

  • Nadja sagt:

    Hallo Petra,

    süßer Artikel, aber genauso erging es mir
    Daher: habe ich (glücklicherweise) 2 Balkone und (ebenfalls glücklicherweise) je einen Deckenspanner vor jedem platziert und meine beiden Kater waren durchaus zufrieden und hatten so ihren eigenen privaten TV, mit dauernd wechselndem Programm ; )

    Alles Gute, die Nadja

  • FamWilberg sagt:

    Hallo zusammen,

    wir können dies nur bestätigen. Insbsondere je neugierigen eine Katze ist desto schneller verliert Sie auch das Interesse an Spielzeug. Daher steht bei uns einmal wöchentlich ein Tausch an. Ein Teil des Spielzeugs kommt in den Schrank und ein ältere kommt wieder ins Zimmer.

    MfG

    Fam WIlberg

  • Vicky sagt:

    Toller Beitrag. Ich kam mir vor als wärst du bei mir zuhause gewesen^^
    ich hab letzten Monat auch zwei Kratzbäume umplatziert bzw getauscht,wegen Streicharbeiten. Der Katzbaum der vorher nur als Sprunghilfe diente um auf den Kleiderschrank zu kommen, wird im Wohnzimmer plötzlich zum Rangel- und Kratzparadies.
    Danke,schön zu lesen,das es anderswo ganz genauso abläuft.

  • ombiaombia sagt:

    Wir hatten immer den Kratzbaum neben der Balkontür oder den bodentiefer Fenster. Nur einmal nicht. Einmal stand der Kratzbaum in einer Ecke genau neben dem Bücherregal und wurde die ganze Zeit ignoriert. Katzen lieben es raus gucken zu können.:-) Ist wie ein Kino.
    Und unserer Deckenspanner ist an der Decke festgeschraubt. Nur so überlebt er wenn die Katze quer durch die Wohnung angerast kommt und dem Vogel, Lichtstrahl usw. hinterher ist.

    „ich beim Einzug der Mädels nicht nehmen lies lautstark und für uns natürlich hörbar, seinem Gesprächspartner zu erzählen, wie blöd doch Katzen sind.“

    Bitte was? Unglaublich. Er hat ja eigentlich gar nicht verdient von so hübschen Wesen angeschaut zu werden.

    Ich bin bislang – arbeitsbedingt – dreimal in 9 Jahren samt Katzen umgezogen. Die Katzen habe es besser ertragen als ich. Allerdings bin ich mit der Matratze 2-3 Tage vorher mit den beiden hin, damit sie alles erkunden können, sich an die Geräusche gewöhnen können und wir haben zusammen auf dem Boden geschlafen. Und während des Umzuges durfte keine in das Schlafzimmer.

  • nilibine70 sagt:

    Alles verändert sich. Auch die Erkenntnisse über unsere Samtpfoten. Ist doch genauso, wie mit dem Irrglauben, dass Katzen Einzelgänger sind. Blödsinn! Sie sind Individualisten, genau wie wir. Und ein neuer Blickwinkel ist für die Schätze wirklich gut. Haben wir auch schon total oft festgestellt. Deswegen wandert hier irgendwie auch alles mögliche Katzeninterieur immer mal wieder. Bis auf den großen Kratzi hier im Wohnzimmer, aber den liebt er ja auch so, wie er jetzt steht. Aber das Fummelbrett, der Tunnel, das Zelt, alles ist mal hier und mal dort Und das findet Wallee toll

  • Tina sagt:

    Liebe Petra, ich lache immer noch Tränen. Deine Reaktion auf den freundlichen Nachbarn: genau mein Geschmack ???? Ich habe durch taktisch kluges Platzieren der K(r)atzmöbel zum Beispiel Kratzspuren an meinen Tapeten verhindert ???? Frau muss nur wissen wie! Und Katzen sind kleine Entdecker! Die mögen manchmal schon Veränderungen, denk ich!

    Liebe Grüße!
    Tina

    • Danke. Naja, er hat es doch verdient. Zwar hält er uns wahrscheinlich echt für irre. Aber das ist es wert. Die Mädels haben noch nie an der Wand oder sonst wo gekratzt. Auch unsere Vorhänge sind bisher noch an Ort und Stelle.

  • Caren sagt:

    Ich bin in dieser Hinsicht mit drei sehr geduldigen Katzen gesegnet, die die Grundsanierung incl. der vielen räumlichen Veränderungen geduldig mit gemacht haben.
    Auch in Richtung Kratzbaum habe ich erst einmal rumexperementiert, mit billig und viel Plüsch angefangen (bald wieder weg geschmissen), bis zu unseren jetztigen Kratzbaum und Tonnensortiement (überwiegend Pet Fun). Besonders über die erweiterungen des Catwalks freuen sich meine immer sehr.
    Aber auch die einfachen Sachen wie der mit Geschenkband fixierte Meisenknödel, auf der äußeren Fensterbank, begeistert meine Schätze.

    • Stimmt, diese billigen Kratzbäume hatten wir auch, weil wir etwas sparen mussten. Am Ende kamen sie uns jedoch sehr teuer, da sie schnell kaputt gingen und teilweise eine echte Gefahr für die Mädels darstellten. Jetzt haben wir zwei im Mittelklasse Bereich und die sind nicht nur robuster sondern auch standhafter.

  • Das ist bei uns ganz genau so Außer das mit dem doofen Nachbarn – Eure Reaktion auf ihn ist klasse!!!
    Wie immer sehr ansprechend und zum Weiterlesen geschrieben!

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