2 Minute(n) Lesezeit
Alltag
Ein Verdacht
20. November 2016
14
,

Zu allererst: Danke an alle, die dies bereits vermuteten und mich so, auch wenn ich vehement dagegen sprach, für das Thema sensibilisiert haben. In der Zwischenzeit habe ich viel gelesen, Erfahrungsberichte von Katzenbesitzern sowie Fachliteratur von diversen Tierärzten und Kliniken. Denn leider passierte es wieder.

Katie hatte einen erneuten Krampfanfall. Allerdings ohne weitere äußerliche Verletzungen.

Sie rannte und sprang wie ein Känguru

Glücklicherweise hatten wir an diesem Tag verschlafen, denn eigentlich wollten wir als es passierte bereits auf dem Weg zur Arbeit sein. Dadurch, dass wir Augenzeuge wurden, können wir nun auch das erste Mal richtig einordnen.

h

Katie versuchte Haare an das Tageslicht zu befördern. Doch es klang merkwürdig und so sah ich nach. Was danach passierte war schockierend und dieses Mal bin ich nicht ruhig geblieben. Lilli auch nicht. Nur mein Freund war einigermaßen gefasst und konnte so schlimmeres verhindern.

Katie rannte plötzlich völlig unkontrolliert durch das Wohnzimmer. Apathisch, nicht ansprechbar und sprang auch gegen alles, was an Möbel in ihrem Weg stand. Dann blieb sie seitlich auf dem Boden liegen, krampfte stark. Mein Freund hielt sie vorsichtig fest, damit sie ich nicht wieder verletzte. Lilli schrie herzzerreißend um ihre Freundin und lief jaulend und fauchend um uns herum.

  1. Epilepsie-Katze-2
  2. Epilepsie-Katze-4

Dabei versuchte sie immer wieder zu Katie zu kommen, daher musste ich sie leider vor die Wohnzimmertür setzen, während mein Freund Katie noch hielt. Danach war es wie vor ein paar Wochen.

Katie beruhigte sich, ich wischte ihr den Schaum vom Mäulchen ab. Anfangs war sie desorientiert und hatte vor mir und auch vor Lilli sichtbar Angst.

Als wir die Wohnzimmertür wieder öffneten und Katie Lilli sah, machte sie einen Buckel und der Schwanz plusterte sich auf. Sie ging vorsichtig zu Lilli, sah aber so aus, als würde sie jeden Moment angreifen.

Freundin & Küsschen helfen immer

Doch Lilli blieb sitzen, kein Ton kam aus ihr heraus. Sie wartete bis Katie direkt vor ihr stand. Aufgeplustert wie sie war, tat Lilli genau das Richtige:

Sie verpasste Katie einfach einen Nasenstupser. Und noch einen und noch einen… Wir sind derweilen kurz Luft holen gegangen. Als wir wiederkamen, saßen die beiden noch immer in der gleichen Position, an der gleichen Stelle und sahen sich einfach nur an.

Am nächsten Tag sind wir zu unserem Tierarzt. Wir hatten ihn vorab informiert. Katie durfte nichts mehr essen und ihr wurde Blut abgenommen. Schritt Nummer eins. Wobei auch unser Tierarzt Epilepsie nicht nur für einen Verdacht hält.

h

Wenn die Ergebnisse da sind, folgen weitere Untersuchungen.

Jetzt warten wir, streicheln die Mädels noch mehr als vorher und schrecken bei jedem lauteren Geräusch hoch. Es ist mehr als ein Verdacht und allein dass er da ist, verändert bereits jetzt einfach alles.

Ähnliche Beiträge

Über die Autorin

Großstadtkatze

Das bin ich: Petra Kichmann, zugezogene Dresdnerin mit fehlendem sächsischen Dialekt, katzenverrückt, jedoch ohne Hang zum Katzenkitsch. Die Mädels sind der Grund für den Blog, das Plüsch überall, die Sisalflächen und dafür, dass ich ein echter Fan von Fusselrollen bin.

Das könnte dich auch interessieren:

Elli_Beitragsbild

Ein Jahr schwarz-weiße Power

Ellis Start ins Leben begann schwer: Mit nur ...

...weiterlesen
Beilage Freundin Beitragsbild

Freundin

Die FREUNDIN, eines der Frauenmagazine Deutsc...

...weiterlesen
Katzenhaus | Haus Toilette Katze | Katzentoilette | Katzenklo

(Un)aufgeräumt

Ein Katzenhaus als Katzentoilette und Katzenk...

...weiterlesen

14 Kommentare

  • nilibine70 sagt:

    Hier auch: Drück Dich und alles an Daumen und Pfoten, was wir zur Verfügung haben :*

  • Hallo Petra,
    leider kam ich erst jetzt dazu den Artikel ausführlich zu lesen …
    Die arme Maus, aber wir können uns gerne mal schreiben wenn du willst, denn ich leide selbst als Mensch darunter. Allerdings gibt es hierfür sehr gute Behandlungsmethoden, welche zumindest bei uns die Erkrankung quasi „heilt“. Nebeneffekt ist allerdings man denkt von Tablette zu Tablette denn ein Vergessen oder ähnliches ist keine Option, da die Mittel die betroffenen Nervenregionen nur einschläfern, nichts weiter. Denke das es hier in der Tiermedizin auch gute Methoden gibt.

    Übrigens ist ein „Festhalten“, wie du schreibst, (zumindest bei Menschen) mit das schmerzhafteste bei dem ganzen Ereignis.
    Dadurch wird zumindest bei Menschen – und da es sich um eine Nervenerkrankung handelt – vermutlich auch bei Tieren verhindert, dass sich die Nervenimpulse entladen können (durch diese Zuckungen). In der Theorie kann man den Anfall mit genügend Kraft damit sogar unterbinden allerdings ist das wahnsinnig schmerzhaft für „das Opfer“ und die Nachwirkungen umso schlimmer.
    Besser wäre irgendetwas drunterzulegen oder meinetwegen die Katze auf ein Bett, Couch, etc. „werfen“, so blöd das jetzt auch klingt. Ich nehme an man kann sich ja auch leicht verletzten dabei, Krallen etc.

    Wie äußerst sich das eigentlich genau bei einer Katze? Ich nehme mal an es scheint wie Atemnot (keine Angst daran kann man nicht ersticken, wenn keine Fremdeinwirkung vorhanden ist).
    Als Mensch kommt man auf +200 Puls daher bekommt man schlecht Luft …
    Dann oder gleichzeitig diese Zuckungen etwa 3-5 min? Anschließend wird Sie etwa 15 Minuten benommen sein und dann wieder völlig normal daherkommen, oder? Etwas Benommenheit, ein wenig Koordinationsprobleme und bei einer Katze wahrscheinlich auch Angst sind normal.

    Es gibt auf jeden Fall beim Menschen verschiedene Stärken oder Ausprägungen der Erkrankung,
    das solltest du auch bei einer Katze unbedingt rausfinden – wie auch immer.
    Diese Medikamente sind wirklich stark und wirken ähnlich wie Schlaftabletten, wenn das falsch dosiert ist, kann man mit dem Patienten üblicherweise nichts mehr anfangen.
    Die Dosierung und Einstellung sowie die Regelmäßigkeit und der genaue Zeitpunkt der Einnahme ist das A&O bei Epilepsie, da es keine Vorwarnung gibt.
    Wenn man es merkt ist es zu spät, bei einer Katze kann man es nicht merken also wird es vermutlich nicht so leicht sein.

    Aber ich hoffe das Beste für Euch und wir drücken Euch alle Daumen und Pfoten!
    Du kannst mir gerne eine Mail schreiben, wenn du willst – kein Problem.

    LG Felix

    • Danke Ich melde mich bestimmt. Es ist jetzt nicht so, dass wir Katie fixieren. Nennen wir es stützen und streicheln!? Zwecks Medikamente ist genau das unser Problem, wir haben noch keinen Experten im Bezug auf Katzen ausfindig machen können. Zudem scheint bei Katie das Hochwürgen der Haare der Auslöser zu sein. Daher habe ich große Bedenken ihr etwas zu geben, was den Anfall unterdrückt – wer weiß, weshalb ihr Körper diesen danach benötigt. Wir möchten vorher so weit es geht abklären lassen, dass die epileptischen Anfälle nicht anderweitig bedingt sind.

      Dir wünsche ich natürlich alles Gute und dass dir die Medikamente auch weiterhin erfolgreich helfen.

  • Nicole sagt:

    Ich hoffe, dass sich alles findet und ihr lernt, gut mit der Krankheit umzugehen! Ich weiß nur zu gut, wie einem so eine Krankheitsdiagnose den Boden unter den Füßen wegzieht. Daher wünsch ich euch ganz viel Kraft! Ich denk oft an euch! Liebe Grüße, Nicole

  • ombiaombia sagt:

    Alles Gute! Arme Katie.

  • Manu sagt:

    Hey! Ich hatte es ja bereits vermutet. So ein Mist. Wenn der Ta wirklich richtig gut ist bekommt ihr das gut eingestellt. Ansonsten gibt es Spezialisten mit ner Menge Erfahrung zu dem Thema. Hauptsache die kleine Maus ist abgöttisch geliebt und bestens umsorgt. Und das ist sie ja. Auch Homöopatisch kann man unterstützen, aber auch nur unterstützen. och Menno. Ich drücke alle Daumen und Tatzen die um mich herum sind. Ihr schafft das!

    • Stimmt, leider. Obwohl: Eher, zum Glück! Kennst du einen Spezialisten? Jemanden den ich anrufen könnte? Die Recherche landet leider immer wieder im Sand. Ich weiß, dass Ultraschall und MRT angeraten werden. (Da wird es demnächst auch Untersuchen in einer Tierklinik geben.) Ebenso wie CT und Liquor-Funktion. Doch bevor wir eine Kredit aufnehmen müssen, würde ich eben gern mit einem echten Experten reden. Gerade wegen dem Hochwürgen der Haare als Auslöser.

  • Birgit sagt:

    Ich kann ihnen nach fühlen. Mein Hund hatte auch Krampfanfälle. Man ist sehr sensibilisiert- auf jedes Geräusch. Ich drücke die Daumen, damit Katie gut eingestellt wird. Ihnen wünsche ich viel Kraft!!!

  • Wolfgang Großmann sagt:

    Alles Gute, Katie! Und Ihnen, Frau Kichmann weiterhin viele schöne Stunden mit den Mädels.

  • Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

    <-- Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung nach DSGVO

    %d Bloggern gefällt das: