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Alltag
Alleinstellungsmerkmal
18. Mai 2017
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Das Katzenbesitzer ganz besondere Menschen sind, steht außer Frage. Wir sind definitiv tierlieb, sozial kompatibel und meistens ausgeglichen. Allerdings haben wir ein Problem: Wir könnten auf den einen oder anderen Menschen ohne Haustier leicht merkwürdig wirken.

Das Ding mit den Türen

Beim Verlassen der eigenen vier Wände wird es manchmal hektisch: Eigentlich rennen wir doch nur zur Tür und werfen parallel Ablenkungsleckerli, um auf der anderen Seite stehend, festzustellen, dass sich entweder der Schlüssel, die Handtasche oder an ganz schlechten Tagen zusätzlich die Straßenschuhe (und Hose) noch drinnen bei den Katzen befinden.

Wesentlich entspannter ist es dagegen, bei katzenfreien Freunden zu besuch zu sein.

Nur gut, dass wir nicht permanent nach unten gucken, weil wir es so gewohnt sind und Türen nicht aus einer Mischung zwischen ängstlich vorsichtig und völlig panisch öffnen oder schließen. Gleiches gilt übrigens bei Fenstern.

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Katzenbesitzer benötigen spätestens an diesem Punkt sehr tolerante Freunde oder welche, die sowieso im Bereich der Psychologie arbeiten und verhaltensauffällige Menschen wie uns tagtäglich zu Gesicht bekommen.

Katzenhaare auf Wanderung

Kurz bevor es zur Arbeit geht wälzen sich die Mädels, insbesondere Katie, in völliger Entspannung zu gern auf eventuell unbeobachteten Klamotten. Davon abgesehen scheint unsere Waschmaschine zurückgebliebene Katzenhaare zu verdreifachen statt zu entfernen.

Doch kurz mit der Fusselrolle drüber und der prüfende Blick in den Spiegel stimmt zur Zufriedenheit: Alle Katzenhaare sind entfernt. Dieser Zustand hält sich genau bis zu dem Zeitpunkt, an dem Tageslicht auf das, was wir haarfrei nannten, mit brutaler Wucht trifft.

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Bisher hatte zumindest ich immer Glück, dass mich in diesem Moment keine Freigänger-Katzen anfielen, weil sie dachten ich sei eine von ihnen.

Im Büro werden die Kollegen dann allmorgendlich mit dem doch überaus nervenden Fusselrollen-Quietsch-Geräusch begrüßt. Nachmittags nochmal, denn Katzenhaare scheinen sich tagsüber von innerhalb des Oberteils nach außen zu arbeiten.

Allerdings führt genau das zu einem Alleinstellungsmerkmal: Immerhin weiß bei mir im Büro jeder wer „die mit den roten Haaren und den Katzen“ ist. Namen werden sowieso überbewertet, hat doch jeder. Ich hingegen habe eine eindeutige Beschreibung.

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Über die Autorin

Großstadtkatze

Das bin ich: Petra Kichmann, zugezogene Dresdnerin mit fehlendem sächsischen Dialekt, katzenverrückt, jedoch ohne Hang zum Katzenkitsch. Die Mädels sind der Grund für den Blog, das Plüsch überall, die Sisalflächen und dafür, dass ich ein echter Fan von Fusselrollen bin.

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6 Kommentare

  • catmanrolf sagt:

    Ja so ähnlich ist es bei uns auch. Und Katzenhaare sind überall, kauf hat man die
    Fusselrolle benutzt findet man welche wieder. Ja vor dem Büroalltag ist die
    Fusselrolle pflicht oder man nimmt gerade ein Kleidungsstück vom Wäschekorb wenn
    nicht schon die Katze darin gemütlich gemacht hat.
    Aber so ist es mit Katzen zu leben.
    Lieber Gruß
    catmanrolf

  • Mein Freund guckte gerade schon komisch, weil ich die ganze Zeit am lachen war Ich musste ihm den Artikel dann auch nochmal vorlesen und er findet ihn auch super!

  • nilibine70 sagt:

    Und jetzt wird eine andere Rothaarige mit Katze grad sehr erstaunt und mit hochgezogenen Augenbrauen angesehen, weil sie beim Lesen einen Lachflash kriegt. Und zur Krönung grad aufsteht und ein bestimmtes Corpus Delicti mal kurz für die Autorin dieses Artikels knipsen muss.. *trommel* (Auflösung kommt gleich bei Instagram/Facebook)

    Wir sind nicht allein, das ist das Tröstliche daran

  • Tina sagt:

    😅😂😂😂 ein artikel, über den ich mich nur zereimern könnte! Geil! 😂

  • Ich fühle mich so beobachtet/durchschaut. Hast du ne Kamera bei uns versteckt? 😂

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